GELBFÄRBEFROSCH – NEU IM SENCKENBERG NATURMUSEUM

Dieses Projekt konnten wir Dank Ihrer Patenschaft verwirklichen.

Er ist nur etwa zwei Zentimeter groß, leuchtend gelb und färbt bei Berührung ab: der Gelbfärber-Regenfrosch Diasporus citrinobapheus. Ein Modell dieser im Jahr 2010 in den Bergen West-Panamas gefundenen Art ist nun im Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt zu sehen. Präsentiert wird es neben weiteren Senckenberg-Neuentdeckungen aus dem Reich der Amphibien und Reptilien in einer eigens dafür vorgesehenen Vitrine. Finanziert wurde das Froschmodell durch Spender, die eine Tierpatenschaft im Senckenberg Naturmuseum übernommen haben.

Modell (li.) und Original des Gelbfärber-Regenfrosch Diasporus citrinobapheus. Fotos: Senckenberg, Tränkner, Hertz
Modell (li.) und Original des Gelbfärber-Regenfrosch Diasporus citrinobapheus. Fotos: Senckenberg, Tränkner, Hertz

Jedes Jahr entdecken Senckenberg-Wissenschaftler auf der ganzen Welt neue Arten. Über 300 waren es im Jahr 2012. Acht neu entdeckte Amphibien-Arten hat allein Senckenberg-Forscher Andreas Hertz seit 2008 von seinen Reisen nach Mittel- und Südamerika mitgebracht, darunter auch den Gelbfärber-Regenfrosch. Nicht alle Neuentdeckungen können im Museum ausgestellt werden. Doch der kleine gelbe Star, über dessen Entdeckung auch in den Medien berichtet wurde, hatte es den Präparatoren des Museums angetan. Da eine Trocknung Form- und Farbgebung des Tieres verändern würde, fertigten sie das feingliedrige Modell des Winzlings aus Kunststoff an und kolorierten es in Präzisionsarbeit. Etwa 40 Arbeitsstunden waren nötig, damit Besucher den Gelbfärber-Regenfrosch nun im Museum bewundern können.

Warum der Frosch bei Berührung abfärbt, ist noch nicht erforscht. Zur Abwehr von Fressfeinden ist die spezielle Eigenschaft jedenfalls ungeeignet. Die Biologen konnten keinerlei giftige Komponenten in dem Hautsekret finden. „Diese Besonderheit des Frosches bleibt vorerst rätselhaft und hat unter Umständen gar keine spezielle Funktion“, sagt der Amphibienforscher Hertz.